Assistenzhunde in verschiedenen Einsatzbereichen

Assistenz- oder Servicehunde haben die Aufgabe für Menschen mit unterschiedlichen physischen oder psychischen Erkrankungen nötige Hilfeleistungen zu übernehmen. Sie leben in stetiger Gemeinschaft mit ihrem Menschen zusammen. Die Hunde werden speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse IHRES Menschen ausgebildet. Die bekannteste Form des Servicehundes ist sicher der Blindenführhund. Berichte über die gezielte Ausbildung solcher Hunde gehen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zurück.

Während beim Blindenführhund die Aufgabenstellung relativ klar und im praktischen Einsatz doch zumindest sehr ähnlich ist, gibt es für andere Assistenzhunde eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten bei Menschen mit sehr unterschiedlichen körperlichen oder geistigen Handicaps, die vom Hund eben auch sehr unterschiedliche Formen der Hilfeleistung fordern.

So können zu den Aufgaben eines Rollstuhlbegleithundes z.B. folgende Tätigkeiten zählen:

  • das Aufheben heruntergefallener Gegenstände
  • das Öffnen oder Schließen von Türen
  • das Abgeben und Entgegennehmen der Geldbörse an der Kass
  • das Holen des Telefons oder anderer wichtiger Gegenständ
  • Hilfe beim An- oder Auskleiden
  • Heranholen von Hilfe in Notfallsituationen

Zu den individuellen Aufgaben eines PTBS-Hundes können gehören:

  • Begleitung seines Menschen in allen Alltagssituationen
  • Abschirmen seines Menschen in beängstigenden Situationen
  • Herausführen des Menschen aus belastenden Situationen
  • evtl. Anzeige von dissoziativen Störungszuständen und aktive Hilfe
  • Wecken des Patienten bei Alpträumen

Anzeigende Assistenzhunde im Bereich Diabetes, Migräne, Narkolepsie oder Epilepsie arbeiten ganz individuell auf die Bedürfnisse ihres Menschen, sein spezifisches Krankheitsbild und seine Lebenssituation abgestimmt. Stellvertretend für diese Teams ist der Epilepsiehund beschrieben.

 

 

Ausbildung nach Manuela van Schewick:

Wenn es die Lebenssituation des behinderten Menschen zulässt, sollte der Assistenzhund möglichst bereits als Welpe in die Familie kommen, in der er später seinen Dienst tun soll. Er wächst so bereits in einer wichtigen Entwicklungsphase in sein neues soziales System hinein und kann von Anfang an eine enge Bindung aufbauen. Die Auswahl des richtigen Welpen ist hier von ebenso großer Bedeutung wie die engmaschige Betreuung der Mensch-Hund-Beziehung. Beide, Mensch und Hund müssen viel lernen um zu einem Team zu werden, dass wirklich gut kooperiert und dessen Verhältnis von Vertrauen bestimmt ist.

Unser Ausbildungsangebot:

  • Analyse der erforderlichen Hilfeleistungen und individuellen Einsatzmöglichkeit eines Hundes
  • Beratungsgespräche bezügl. der Hundeanschaffung
  • Auswahl des Welpen
  • Beratung bezügl. der Ausbildung bereits vorhandener Hunde
  • gemeinsame Festlegung der Ausbildungsziele
  • umfassende theoretische undpraktische Vorbereitung und Ausbildung des Patienten bzw. der Familie
  • gemeinsame Ausbildung vom Welpenalter bis zum „fertigen“ Hund
  • Zwwischenprüfungen und Abschlussprüfung für das Team
  • dauerhafte Betreuung nach der Ausbildung und regelmäßige Überprüfungen des Teams
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